Rüflensmühle mit Fallenwehr
Seit 1231 steht die Rüflensmühle in Oppenweiler als eine der ältesten Getreidemühlen im Rems-Murr-Kreis direkt an der Murr.
Erbaut von Markgraf Hermann V. von Baden, diente sie jahrhundertelang als Getreide-, Öl- und Gipsmühle.
Seit 1746 befindet sie sich im Familienbesitz der Küenzlen – heute in der 7. Generation.
Erbaut von Markgraf Hermann V. von Baden, diente sie jahrhundertelang als Getreide-, Öl- und Gipsmühle.
Seit 1746 befindet sie sich im Familienbesitz der Küenzlen – heute in der 7. Generation.
Dr.-Ing. Jürgen Küenzlen betreibt die historische Anlage gemeinsam mit seiner Frau Beate und seiner Mutter Gerhilde.
Aus der ehemaligen Mühle wurde ein modernes Wasserkraftwerk mit Francis-Turbine, das regenerative Energie erzeugt und die Tradition der nachhaltigen Wassernutzung fortführt.
Aus der ehemaligen Mühle wurde ein modernes Wasserkraftwerk mit Francis-Turbine, das regenerative Energie erzeugt und die Tradition der nachhaltigen Wassernutzung fortführt.
Herzstück der Anlage ist das Fallenwehr (Stauwehr) direkt vor der Mühle an der Murrbrücke.
Es wurde 1898/1900 im Rahmen der Murrkorrektion errichtet und ersetzte das alte steinerne Streichwehr.
Über mehr als 125 Jahre trug die Familie Küenzlen die volle Verantwortung für Bedienung, Unterhalt und 24/7-Hochwasserbereitschaft – ein „Leben mit dem Fluss“.
Es wurde 1898/1900 im Rahmen der Murrkorrektion errichtet und ersetzte das alte steinerne Streichwehr.
Über mehr als 125 Jahre trug die Familie Küenzlen die volle Verantwortung für Bedienung, Unterhalt und 24/7-Hochwasserbereitschaft – ein „Leben mit dem Fluss“.
Mit dem neuen Hochwasserrückhaltebecken Oppenweiler (HRB) endet diese Wehrbereitschaft.
Ein Schlauchwehr und ein separater Kanal sichern künftig die Wasserversorgung der Turbine, so dass die Rüflensmühle auch in Zukunft sauberen Strom aus der Murr erzeugen kann.
Ein Schlauchwehr und ein separater Kanal sichern künftig die Wasserversorgung der Turbine, so dass die Rüflensmühle auch in Zukunft sauberen Strom aus der Murr erzeugen kann.
Hochwasserschutz am Fallenwehr
Der Hochwasserschutz am Fallenwehr der Rüflensmühle wird seit der Murrkorrektion 1898/1900 durch eine Kombination aus automatischer und manueller Wehrbedienung sowie ständiger Bereitschaft der Familie Küenzlen sichergestellt.
Das 14 m breite Wehr besteht aus zwei Schützentafeln:
• Die erste Schützentafel senkt sich automatisch ab einem Pegel von ca. 1,00 m, um überschüssiges Wasser abfließen zu lassen.
• Die zweite Schützentafel wird bei höherem Wasserstand (ab ca. 2,60 m) manuell geöffnet. Ab einem Pegel von 2,50 m muss daher ständig jemand vor Ort sein.
• Die erste Schützentafel senkt sich automatisch ab einem Pegel von ca. 1,00 m, um überschüssiges Wasser abfließen zu lassen.
• Die zweite Schützentafel wird bei höherem Wasserstand (ab ca. 2,60 m) manuell geöffnet. Ab einem Pegel von 2,50 m muss daher ständig jemand vor Ort sein.
Die Familie Küenzlen trug mehr als 125 Jahre die volle Verantwortung für den lokalen Hochwasserschutz von Oppenweiler und Reichenbach:
• Überwachung des Murrpegels per Telefoninfo, Wetterinfo und persönlicher Beobachtung
• Rechtzeitiges Öffnen der Schützen
• Räumung von Treibgut, Bäumen und Verstopfungen (oft mit Bagger)
• Unterhalt und Sanierung des Wehrs (z. B. 1987)
• Bei extremen Ereignissen (z. B. 1999, 2009, 2011) wurde zusätzlich externe Hilfe (Bagger, Nachbarn) hinzugezogen. Die Familie lebte quasi „mit dem Fluss“.
• Überwachung des Murrpegels per Telefoninfo, Wetterinfo und persönlicher Beobachtung
• Rechtzeitiges Öffnen der Schützen
• Räumung von Treibgut, Bäumen und Verstopfungen (oft mit Bagger)
• Unterhalt und Sanierung des Wehrs (z. B. 1987)
• Bei extremen Ereignissen (z. B. 1999, 2009, 2011) wurde zusätzlich externe Hilfe (Bagger, Nachbarn) hinzugezogen. Die Familie lebte quasi „mit dem Fluss“.
Wasserkraft Familie Küenzlen
Luftbild 1968 F2_Nr82 Landesarchiv Lb
Karte 1831 Landesarchiv Lb