Die Mühle in Zell ist eine ehemalige Wassermühle mit Wasserkraft betrieben. Sie gehörte zu den typischen Getreide- oder Ölmühlen im Murrtal, wie sie im 18./19. Jahrhundert verbreitet waren.
Verbindungen zu anderen Mühlen:
In der Chronik der nahe gelegenen Rüflensmühle (ebenfalls in Oppenweiler an der Murr) tauchen mehrmals Müller aus Zell auf (z. B. Johannes Beltz von Zell 1764, Johann Georg Belz von Zell 1791, Catharina geb. Fischer von Zell im 19. Jahrhundert). Das deutet auf familiäre und berufliche Verflechtungen zwischen den Mühlen im Tal hin.
Das Gebäude stammt wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert wie bei andere Mühlen im Gebiet,  mit Anbauten um 1885. Es gab einen Mühlkanal und ein Wehr, das zur Wasserkraft diente.
Die Mühle war eine Getreidemühle. Der Mahlbetrieb wurde wie bei vielen regionalen Wassermühlen im 20. Jahrhundert eingestellt.
Das Gebäude existiert als historisches Ensemble Mühle + Mühlkanal. 

Hauptbau der Mühle (Mühlgasse 3):
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, verblattetes Fachwerk über massivem Erdgeschoss – um 1500 errichtet.
Das ist der alte Kern der ehemaligen Wassermühle mit Mühlwehr und Mühlgraben.
Daran direkt angesetzt:
Ein Neubau aus Ziegel und Werkstein mit Kniestock in Fachwerk und flach geneigtem Satteldach.
Über der Tür gibt es Bauinschriften und einen geflügelten Engelskopf: 
Errichtet 1885 für Adolf Weimar durch Oberamtsbaumeister Hämmerle.
Später verändert für Reinhold Kägler. Heute bewohnt durch Familie Fritz
Dazu gehörten noch eine Stallscheune von 1819 und das Mühlwehr mit Fischtreppe von 1911.

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