Die Mühle in Zell ist eine ehemalige Wassermühle mit Wasserkraft betrieben. Sie gehörte zu den typischen Getreide- oder Ölmühlen im Murrtal, wie sie im 18./19. Jahrhundert verbreitet waren.
Verbindungen zu anderen Mühlen:
In der Chronik der nahe gelegenen Rüflensmühle (ebenfalls in Oppenweiler an der Murr) tauchen mehrmals Müller aus Zell auf.

     Hannß Michael Beltz - Zell - gestorben 1734 -  der 8-fache Urgroßvater von Dr. Jürgen H. R. Küenzlen
     
- ab 1710 Müller in Zell
     - von 1717-1732 Schultheis in Zell (Chronik Zehnder, S. 911)

Das deutet auf familiäre und berufliche Verflechtungen zwischen den Mühlen im Tal hin.
Das Gebäude stammt wahrscheinlich aus dem 19. Jahrhundert wie bei andere Mühlen im Gebiet,  mit Anbauten um 1885. Es gab einen Mühlkanal und ein Wehr, das zur Wasserkraft diente.
Die Mühle war eine Getreidemühle. Der Mahlbetrieb wurde wie bei vielen regionalen Wassermühlen im 20. Jahrhundert eingestellt.
Das Gebäude existiert als historisches Ensemble Mühle + Mühlkanal. 
Hauptbau der Mühle (Mühlgasse 3):
Zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach, verblattetes Fachwerk über massivem Erdgeschoss – um 1500 errichtet.
Das ist der alte Kern der ehemaligen Wassermühle mit Mühlwehr und Mühlgraben.
Daran direkt angesetzt:
Ein Neubau aus Ziegel und Werkstein mit Kniestock in Fachwerk und flach geneigtem Satteldach.
Über der Tür gibt es Bauinschriften und einen geflügelten Engelskopf: 
Errichtet 1885 für Adolf Weimar durch Oberamtsbaumeister Hämmerle.
Später verändert für Reinhold Kägler. Heute bewohnt und liebevoll gepflegt durch Familie Franke.
Dazu gehörten noch eine Stallscheune von 1819 und das Mühlwehr mit Fischtreppe von 1911.
Verbindungen zu Rüflensmühle
Christian Hämmerle von Bernd Lenzner 1993 (S93) - Alte Mühle in Zell mit Türstein gefertigt 1885 von Adolf Weimar unter Oberamtsbaumeister Hämmerle. Foto Reinhold Kayser
Historische Bilder vor der Renovioerung - Besonderer Dank an Frau Franke für die Bereitstellung des historischen Bildmaterials
Aktuelle Bilder vom April 2026
Eine wahre Begebenheit 1956
Das Original Baugesuch zum Einbau einer Turbine in Zell, hat Horst Küenzlen, Betreiber der Rüflensmühle, damals mitgeplant für seine Verwandtschaft, die Kayers.
Dies dürfte heute kaum bekannt sein, dass damals fast eine Turbine eingebaut worden wäre und es die Unterlagen schon gab .....
Für die recht betagten Kaysers wurde damals noch die Mühle ausgebaut, damit die beiden die Stilllegungsprämie für die Mühle noch bekommen haben. 
Quelle: Jürgen Küenzlen aus Überlieferung seiner Mutter
Quelle: Kieser Forstlagerbuch um 1648 – Zeit von Familie Klein auf der Zeller Mühle
Quelle: Kieser Forstlagerbuch um 1648 – Zeit von Familie Klein auf der Zeller Mühle
Quelle: Jürgen Küenzlen
Quelle: Jürgen Küenzlen
Quelle: Jürgen Küenzlen
Quelle: Jürgen Küenzlen
Bauart: Kaplan-Rohrturbine (axial) des Turbinenherstellers Langenschmidt
Durchmesser: 1,8 m
Fallhöhe: ~2 m
Durchfluss: hoch (Mühlkanal)
Leistung: vermutlich 20–100 kW
Aufbau:
Leitapparat (verstellbar)
Propeller-Laufrad (verstellbar)
Welle → Riemen → Generator
Kaplan funktioniert wie eine „umgekehrte Schiffsschraube“
verstellbare Schaufeln für wechselnde Wasserführung

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