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Brandhofer Sägmühle
Die Brandhofer Öl- und Sägmühle liegt idyllisch am Hagbach zu Füßen des Hagbergs bei Gschwend im Schwäbischen Wald-
Sie ist eine der schönsten und technisch interessantesten Mühlen im Naturpark.
Sie ist eine der schönsten und technisch interessantesten Mühlen im Naturpark.
Erste Erwähnung:
1733 als Sägmühle am unteren Brandsee. Das heutige Gebäude stammt von 1836.
Besonderheit 1830:
In die bestehende Sägmühle (Hochgang mit Einblattsäge) wurde eine Haferstampfe und eine Ölmühle eingebaut. Das macht sie zur einzigen ihrer Art im gesamten Schwäbischen Wald.
1733 als Sägmühle am unteren Brandsee. Das heutige Gebäude stammt von 1836.
Besonderheit 1830:
In die bestehende Sägmühle (Hochgang mit Einblattsäge) wurde eine Haferstampfe und eine Ölmühle eingebaut. Das macht sie zur einzigen ihrer Art im gesamten Schwäbischen Wald.
Technik der Ölmühle
• „Alte deutsche Ölmühle mit Schlägel-Keil-Presse“
• Wasserrad treibt einen Wellbaum an → acht Stämpfel zerkleinern Ölfrüchte (Leinsamen, Mohn, Bucheckern, Walnüsse).
• Das Stampfgut wird auf einem Herd erwärmt und in den Ölstock gefüllt.
• Ein schwerer Eichen-Ölschlägel (ca. 40x40x70 cm) rammt einen Keil in den Stock und presst das Öl heraus.
• „Alte deutsche Ölmühle mit Schlägel-Keil-Presse“
• Wasserrad treibt einen Wellbaum an → acht Stämpfel zerkleinern Ölfrüchte (Leinsamen, Mohn, Bucheckern, Walnüsse).
• Das Stampfgut wird auf einem Herd erwärmt und in den Ölstock gefüllt.
• Ein schwerer Eichen-Ölschlägel (ca. 40x40x70 cm) rammt einen Keil in den Stock und presst das Öl heraus.
Bis 1926 wurde kommerziell Öl gepresst. Die Haferstampfe diente später noch bis 1966 zur Herstellung von Viehfutter (Haferschrot).
Die Sägmühle hat heute neben der historischen Einblattsäge auch ein Vollgatter (mehrere Blätter), das mit einer renovierten Wasserturbine (Trefz, 1960er) und Diesel betrieben wird.
Die Mühle hat mehrere Brände überstanden und wurde in den letzten Jahrzehnten durch ehrenamtliches Engagement aufwendig restauriert (u. a. 1978, 2008). Heute ist sie wieder voll funktionsfähig.
Die Sägmühle hat heute neben der historischen Einblattsäge auch ein Vollgatter (mehrere Blätter), das mit einer renovierten Wasserturbine (Trefz, 1960er) und Diesel betrieben wird.
Die Mühle hat mehrere Brände überstanden und wurde in den letzten Jahrzehnten durch ehrenamtliches Engagement aufwendig restauriert (u. a. 1978, 2008). Heute ist sie wieder voll funktionsfähig.
Die Mühle liegt sehr romantisch an einem kleinen Mühlenweiher, abseits der großen Straßen. Sie ist Teil des Mühlenwanderwegs im Schwäbischen Wald und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer (z. B. Runde über Hundsberger Sägmühle, Menzlesmühle etc.).
„Der Ölmüllers Fritz“:
Der letzte aktive Ölmüller wird in lokalen Berichten erwähnt.
Er nutzte die Stampfe noch lange für Hafer, auch als die Ölproduktion schon eingestellt war.
Viele Stunden Freiwilligenarbeit haben die Mühle vor dem Verfall gerettet. Ohne diesen Einsatz wäre sie heute wahrscheinlich eine Ruine.
Der letzte aktive Ölmüller wird in lokalen Berichten erwähnt.
Er nutzte die Stampfe noch lange für Hafer, auch als die Ölproduktion schon eingestellt war.
Viele Stunden Freiwilligenarbeit haben die Mühle vor dem Verfall gerettet. Ohne diesen Einsatz wäre sie heute wahrscheinlich eine Ruine.
Filmkulisse:
2021 diente die Mühle als Drehort für den Diplomfilm „Die Mutprobe“ der Filmakademie Baden-Württemberg (in Kooperation mit SWR/Arte).
Der neblige, etwas unheimliche Charakter der abgelegenen Mühle passte perfekt zur Geschichte.
2021 diente die Mühle als Drehort für den Diplomfilm „Die Mutprobe“ der Filmakademie Baden-Württemberg (in Kooperation mit SWR/Arte).
Der neblige, etwas unheimliche Charakter der abgelegenen Mühle passte perfekt zur Geschichte.