Die Mühle hat eine sehr vielseitige Geschichte: Sie diente im Laufe der Jahrhunderte als Getreide-, Öl-, Loh- (Rinde zum Gerben von Leder) und Walkmühle (Tuchveredelung).
Bereits im späten Mittelalter wahrscheinlich vorhanden (möglicherweise eine der 1245 erwähnten Mühlen des Augustiner-Chorherrenstifts).
Sie wurde mehrmals zerstört oder schwer beschädigt – u. a. im Dreißigjährigen Krieg (1635) und beim französischen Stadtbrand 1693 unter Mélac – und lag zeitweise wüst. Um 1701 erfolgte der Wiederaufbau als Öl- und Lohmühle.
Im 18. Jahrhundert gehörte sie der Familie Käferlin. Müllermeister Hans Michael Käferlin beantragte und baute zusätzliche Gänge (Gerb- und Mahlgänge) ein (1705–1716).
Die lange Familiengeschichte führte zur Bezeichnung „Käferlinische Mühle“.
Bereits im späten Mittelalter wahrscheinlich vorhanden (möglicherweise eine der 1245 erwähnten Mühlen des Augustiner-Chorherrenstifts).
Sie wurde mehrmals zerstört oder schwer beschädigt – u. a. im Dreißigjährigen Krieg (1635) und beim französischen Stadtbrand 1693 unter Mélac – und lag zeitweise wüst. Um 1701 erfolgte der Wiederaufbau als Öl- und Lohmühle.
Im 18. Jahrhundert gehörte sie der Familie Käferlin. Müllermeister Hans Michael Käferlin beantragte und baute zusätzliche Gänge (Gerb- und Mahlgänge) ein (1705–1716).
Die lange Familiengeschichte führte zur Bezeichnung „Käferlinische Mühle“.
Das Gebäude und technische Details
Das heutige markante dreigeschossige Fachwerkgebäude (teilweise mit Backstein/Mauerwerk ausgefüllt, asymmetrischer L-förmiger Bau mit leicht verschobenem Satteldach) entstand 1882/83 nach Plänen des Stadtbaumeisters Wilhelm Deufel für Louis Winter (1827–1907). Es wurde nach einem Brand errichtet.
Wasserrad (angetrieben über den erhaltenen Mühlkanal) plus Reservemotor mit 36 PS. Der Betrieb lief bis ca. 1961.
1957 wurde das Wehr an der Murr beseitigt und der Fluss begradigt – der Mühlkanal blieb aber erhalten, die ehemalige Flusslage wurde teilweise zur heutigen Fabrikstraße. Heute dient das Gebäude als Wohnhaus.
Das heutige markante dreigeschossige Fachwerkgebäude (teilweise mit Backstein/Mauerwerk ausgefüllt, asymmetrischer L-förmiger Bau mit leicht verschobenem Satteldach) entstand 1882/83 nach Plänen des Stadtbaumeisters Wilhelm Deufel für Louis Winter (1827–1907). Es wurde nach einem Brand errichtet.
Wasserrad (angetrieben über den erhaltenen Mühlkanal) plus Reservemotor mit 36 PS. Der Betrieb lief bis ca. 1961.
1957 wurde das Wehr an der Murr beseitigt und der Fluss begradigt – der Mühlkanal blieb aber erhalten, die ehemalige Flusslage wurde teilweise zur heutigen Fabrikstraße. Heute dient das Gebäude als Wohnhaus.
Persönliche Geschichten und Anekdoten
Louis Winter (Lohmüller) ist die prominenteste Figur der jüngeren Geschichte. Er ließ das heutige Gebäude nach dem Brand errichten und führte den Betrieb als Loh- und Walkmühle weiter.
Die Käferlin-Familie prägte das 18. Jahrhundert; Hans Michael Käferlin erscheint als unternehmerischer Müller, der aktiv Erweiterungen bei der Obrigkeit beantragte.
Louis Winter (Lohmüller) ist die prominenteste Figur der jüngeren Geschichte. Er ließ das heutige Gebäude nach dem Brand errichten und führte den Betrieb als Loh- und Walkmühle weiter.
Die Käferlin-Familie prägte das 18. Jahrhundert; Hans Michael Käferlin erscheint als unternehmerischer Müller, der aktiv Erweiterungen bei der Obrigkeit beantragte.