Heinlesmühle und Hommelsgautsch
Die Heinlesmühle bei Alfdorf im Schwäbischer Wald ist eine der schönsten und am besten erhaltenen historischen Wassermühlen der Region.
Sie liegt idyllisch im Tal der Schwarzen Rot an der L1080 zwischen Welzheim und Gschwend.
Sie liegt idyllisch im Tal der Schwarzen Rot an der L1080 zwischen Welzheim und Gschwend.
Ursprünge:
Die Mühle geht bis ins 12. Jahrhundert zurück (Vorgängerbau schon vor 1200).
Sie war ursprünglich eine Mahlmühle und wurde später zur kombinierten Mahl- und Sägemühle.
Der heutige imposante Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1809.
Die Mühle geht bis ins 12. Jahrhundert zurück (Vorgängerbau schon vor 1200).
Sie war ursprünglich eine Mahlmühle und wurde später zur kombinierten Mahl- und Sägemühle.
Der heutige imposante Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1809.
Besondere technische Merkmale:
Sie ist die einzige Mühle im Schwäbischen Wald, die noch zwei funktionierende Wasserräder hat (eines für die Mahlmühle, eines für die Sägemühle).
Das Wasser wird über einen ca. 350 m langen Mühlkanal von der Schwarzen Rot herangeführt.
Die Sägemühle ist über einen überdachten Steg mit dem Hauptgebäude verbunden.
Die Mahlmühle im Haupthaus stammt von 1908 und ist weitgehend erhalten.
Sie ist die einzige Mühle im Schwäbischen Wald, die noch zwei funktionierende Wasserräder hat (eines für die Mahlmühle, eines für die Sägemühle).
Das Wasser wird über einen ca. 350 m langen Mühlkanal von der Schwarzen Rot herangeführt.
Die Sägemühle ist über einen überdachten Steg mit dem Hauptgebäude verbunden.
Die Mahlmühle im Haupthaus stammt von 1908 und ist weitgehend erhalten.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung:
Unter der Müllerdynastie Bareiß (1672–1849) war sie eine der wichtigsten Mühlen der Gegend.
Der Müller war zeitweise auch Schultheiß (also eine Art Bürgermeister/Richter) für Vordersteinenberg und betrieb eine renommierte Schildwirtschaft, in der Hochzeiten und Taufen gefeiert werden durften. Es gab sogar eine Branntweinbrennerei.
1829 zahlte der Müller eine Pacht von 10 Gulden – das entsprach einem Viertel der gesamten Zinslast der Gemeinde!
Unter der Müllerdynastie Bareiß (1672–1849) war sie eine der wichtigsten Mühlen der Gegend.
Der Müller war zeitweise auch Schultheiß (also eine Art Bürgermeister/Richter) für Vordersteinenberg und betrieb eine renommierte Schildwirtschaft, in der Hochzeiten und Taufen gefeiert werden durften. Es gab sogar eine Branntweinbrennerei.
1829 zahlte der Müller eine Pacht von 10 Gulden – das entsprach einem Viertel der gesamten Zinslast der Gemeinde!
Schulbetrieb:
Um 1830 diente die Mühle vorübergehend als Schule für die 174 Kinder aus dem Sandland/Hellershof, da kein anderer Raum verfügbar war.
Um 1830 diente die Mühle vorübergehend als Schule für die 174 Kinder aus dem Sandland/Hellershof, da kein anderer Raum verfügbar war.
Besitzerwechsel:
Nach den Bareiß kam 1849 Gottlieb Fischer (verwandt mit der Familie).
Spätere Besitzer waren u. a. die Familie Kolb. Heute gehört die Sägemühle der Gemeinde Alfdorf, die Mühle ist in Privatbesitz von Günter Fürstenau und steht unter Denkmalschutz.
Nach den Bareiß kam 1849 Gottlieb Fischer (verwandt mit der Familie).
Spätere Besitzer waren u. a. die Familie Kolb. Heute gehört die Sägemühle der Gemeinde Alfdorf, die Mühle ist in Privatbesitz von Günter Fürstenau und steht unter Denkmalschutz.
Die Hummelgautsche (auch Hommelsgautsch oder Hummelgautsch) bei der Heinlesmühle ist ein echtes Kleinod im Schwäbischen Wald.
Sie liegt nur wenige Gehminuten von der Heinlesmühle entfernt am Tal der Schwarzen Rot.
Sie liegt nur wenige Gehminuten von der Heinlesmühle entfernt am Tal der Schwarzen Rot.
Herkunft des Namens „Hummelgautsche“
Der volkstümliche Name hat eine schöne doppelte Erklärung:
„Hummel“ kommt von den angrenzenden „Hummelwiesen“.
Dort wurden früher die gemeindeeigenen Bullen (auf Schwäbisch „Hommel“ oder „Hummel“) geweidet.
„Gautsche“ bezieht sich auf das auf- und abgehende Sägegatter der Mühle – das typische „Gautschen“ (schwankende, schaukelnde Bewegung) beim Sägen.
Zusammen ergibt das ein wunderbar mundartliches Bild: Die „gautschen“ (schaukelnde) Mühle bei den Bullenwiesen.
Der volkstümliche Name hat eine schöne doppelte Erklärung:
„Hummel“ kommt von den angrenzenden „Hummelwiesen“.
Dort wurden früher die gemeindeeigenen Bullen (auf Schwäbisch „Hommel“ oder „Hummel“) geweidet.
„Gautsche“ bezieht sich auf das auf- und abgehende Sägegatter der Mühle – das typische „Gautschen“ (schwankende, schaukelnde Bewegung) beim Sägen.
Zusammen ergibt das ein wunderbar mundartliches Bild: Die „gautschen“ (schaukelnde) Mühle bei den Bullenwiesen.
Die Vaihinghofer Sägmühle (offizieller Name) wird bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
Sie war eine von fünf Gemeinschaftsmühlen freier Bauern im Welzheimer Wald – also kein herrschaftliches Eigentum, sondern genossenschaftlich betrieben.
Bis Ende der 1950er Jahre war sie voll in Betrieb (Hochgang-Säge für Balken, Dielen und Bretter).
1973 kaufte die Gemeinde Alfdorf die Mühle, renovierte sie mehrfach (u. a. 1994 und 2018 mit neuem Wasserrad) und erhielt sie als technisches Denkmal.
Heute besitzt sie noch ein funktionierendes mittelschlächtiges Wasserrad und ist ein beliebter Rast- und Grillplatz mit Schutzhütte direkt am Bach.
Sie war eine von fünf Gemeinschaftsmühlen freier Bauern im Welzheimer Wald – also kein herrschaftliches Eigentum, sondern genossenschaftlich betrieben.
Bis Ende der 1950er Jahre war sie voll in Betrieb (Hochgang-Säge für Balken, Dielen und Bretter).
1973 kaufte die Gemeinde Alfdorf die Mühle, renovierte sie mehrfach (u. a. 1994 und 2018 mit neuem Wasserrad) und erhielt sie als technisches Denkmal.
Heute besitzt sie noch ein funktionierendes mittelschlächtiges Wasserrad und ist ein beliebter Rast- und Grillplatz mit Schutzhütte direkt am Bach.