Die Mühle am Ortseingang von Schornbach ist die sogenannte Kunstmühle oder „Galerie in der Mühle“ in der Friedrich-Glück-Straße 20. Sie liegt direkt am Schornbach und ist ein markantes historisches Gebäude im Ortsteil Schornbach von Schorndorf.
Frühere Nutzung als Getreidemühle:
Die Mühle war lange eine klassische Wassermühle, genannt die Bareiß-Mühle. Bauern aus der Umgebung ließen dort bis in die 1970er-Jahre ihr Getreide mahlen. Es gab ein Mühlrad, das vom Schornbach angetrieben wurde. Später ergänzte ein Dieselmotor den Antrieb – dessen Lärm war angeblich im ganzen Dorf zu hören.
Wasserprobleme: Der Schornbach führte oft zu wenig Wasser, sodass der Betrieb nicht immer zuverlässig war.
Namensgeber der Straße: 
Die Friedrich-Glück-Straße ist nach dem Pfarrer und Komponisten Friedrich Glück (1793–1840) benannt, der in Schornbach wirkte. Er komponierte u. a. die Melodie zu „In einem kühlen Grunde“ (Eichendorff) und ist mit dem berühmten Mühlenlied verbunden – passend zur Lage der Mühle.
Heutige Nutzung als Galerie und Kulturort
•    Seit 1980 betreiben Kornelia und Roland Schemel die ehemalige Mühle als Galerie in der Mühle (auch Kunstmühle Schornbach genannt).
     Sie haben das damals „ziemlich zerzauste“ Gebäude umgebaut und zu einem lebendigen Kulturort gemacht.
•    Im Erdgeschoss gibt es Ausstellungsräume für zeitgenössische Kunst und ein kleines Mühl-Museum mit historischen Relikten.
•    Kornelia Schemel ist selbst Künstlerin (u. a. bekannt für Fensterbilder und Kunststoffarbeiten).
•    Die oberen Stockwerke dienen als Atelier und Wohnung der Familie.
•    Die Mühle ist ein beliebter Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Frühschoppen.
Umbau durch die Schemels: 
Roland Schemel hat vieles selbst (ohne gelernter Architekt zu sein) umgebaut. Die Familie hat das Gebäude mit viel Herzblut und Handarbeit zu einem Schmuckstück gemacht. Besucher eines Stadtteilrundgangs 2012 durften sogar Teile der privaten Wohnung sehen.
Ältere Schornbacher erinnern sich, wie der Dieselmotor dröhnte oder dass das Wasser manchmal nicht reichte. Es gab auch einen kleinen Stausee oberhalb, der aber nie ganz ausreichte.
Bei Rundgängen starten viele Touren genau hier. Die Mühle verbindet sich mit der nahen evangelischen Kirche (wo Friedrich Glück predigte) zu einem schönen historischen Ensemble. Der Heimatverein nutzt sie regelmäßig für Veranstaltungen.

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