Die Hankertsmühle (auch Hankatzmühle oder Hainkardtsmühle genannt) ist ein atmosphärischer Lost Places im Schwäbisch-Fränkischen Wald.
Sie liegt idyllisch und abgelegen im Rottal auf der Gemarkung von Mainhardt, nahe der Mündung des Kümmelsbachs in die Rot, zwischen Wielandsweiler und der Rösersmühle.

Von der einst stattlichen Mühlenanlage (Mahlmühle + Sägemühle + Hofgut) steht fast nichts mehr – die Gebäude wurden nach 1913 größtenteils als Steinbruch abgetragen.

Erhalten blieben auf behördliche Anordnung:

Ein verwitterter, romanischer Torbogen (Eingangsbogen des ehemaligen Wohnhauses) mit eingemeißelten Initialen und Jahreszahl
Eine einzelne römische Säule
Verstreute Mauerfragmente, Grundmauern und Kellerreste, stark von Moos, Farn und Wald überwuchert
Historische Eckdaten
Erste urkundliche Erwähnung: 1307 als „Hankatzmühle“
1371 Verkauf als eine der größten und bedeutendsten Mühlenanlagen des Schwäbischen Waldes
Dreißigjähriger Krieg (1634): Plünderung durch durchziehende Soldaten
Blütezeit mit Mahl- und Sägemühle, eigenem Hofgut (viel Wald)
1865–1912: Letzter Müller Jakob Trinkle
1908: Tragischer Unfall – die Müllerin wird von einem offenen Treibriemen erfasst und stirbt
1912: Verkauf und Auswanderung der Familie Trinkle nach Amerika (Jakob nennt die Mühle später „Jammerloch“ und „Schinderplatz“)
1913: Staat kauft das Anwesen → Abriss fast aller Gebäude

Hankertsmühle im Rottal um 1906 - Quelle: Gemeindearchiv Mainhardt

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