Die Rümelinsmühle in Murrhardt ist eine historische, denkmalgeschützte Wassermühle am Dentelbach (Trauzenbach) im Schwäbischen Wald.
Sie gilt als die einzige noch vollständig betriebsfähige Getreidemühle in der Region, die mit Wasserkraft arbeitet.
Die Mühle wurde bereits im späten Mittelalter als Mahl- und Sägemühle genutzt. 
Erste Erwähnung 1471 als Wolfsmühle. Im 16. Jahrhundert gab es neben der Mahlmühle eine Sägemühle.
Das ansehnliche Fachwerkgebäude stammt aus dem Jahr 1799. Sie diente als Murrhardter Klostermühle.
Um 1810/1820 ging sie in den Besitz der Familie Kugler über, die sie bis heute betreibt (aktuell Hartmut Kugler als Müllermeister und Mühlenbauer).
Sie überstand das „Mühlensterben“ Ende des 19. Jahrhunderts und beide Weltkriege.
Die Mühle liegt an einem über 500 Meter langen Mühlkanal.
Sie hat zwei Wasserräder (ein oberschlächtiges Rad mit ca. 3,8 m Durchmesser aus Lärche und Eiche, 2006/2007 neu aufgebaut).
Das Anwesen umfasst das Hauptgebäude, Scheunen, ehemalige Ställe,
ein Backhäuschen (1986/87 aus Hinterbüchelberg versetzt) und einen Bauerngarten – ein bilderbuchreifes Ensemble.
Über dem Bogeneingang ein Relief (männliche Büste mit Elster auf dem Kopf, die den Mann an der Nase packt). Es handelt sich um ein Spottbild gegen üble Nachrede und den Vorwurf, Müller seien unehrlich (zu wenig Mehl aus dem Getreide). Die Botschaft: „Fass dir zuerst an die eigene Nase.“
Das noch aktive Wasserrad und die historische Mühlenanlage.
Das Backhäusle mit Holzofen (Backtage meist Do/Fr).


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