Das Wehr neben der Wieslaufmühle (Haubersbronner Mühle) in Haubersbronn bei Schorndorf ist ein historisches Stauwehr am Unterlauf der Wieslauf.
Es dient(e) der Wasserkraftnutzung für die Mühle und hat Verbindungen zur früheren Flößerei.
Es dient(e) der Wasserkraftnutzung für die Mühle und hat Verbindungen zur früheren Flößerei.
Flößerei (Trift) auf der Wieslauf:
Von 1746 bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf der Wieslauf vor allem Scheitholz (ca. 1,20 m langes Feuerholz) für Stuttgart und Ludwigsburg getriftet. Holz wurde unterhalb des Ebnisees eingeworfen, mit gestautem Wasser „gespült“ und talabwärts getrieben. Stiefelknechte (mit Stangen bewaffnete Arbeiter) sorgten alle ca. 50 Meter dafür, dass das Holz in der Strömung blieb und Diebstahl verhindert wurde. Das Wehr unterstützte diese Logistik. Die Flößerei endete mit dem Aufkommen der Remstalbahn (um 1861/62), danach transportierte man Holz per Karren und Bahn.
Von 1746 bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf der Wieslauf vor allem Scheitholz (ca. 1,20 m langes Feuerholz) für Stuttgart und Ludwigsburg getriftet. Holz wurde unterhalb des Ebnisees eingeworfen, mit gestautem Wasser „gespült“ und talabwärts getrieben. Stiefelknechte (mit Stangen bewaffnete Arbeiter) sorgten alle ca. 50 Meter dafür, dass das Holz in der Strömung blieb und Diebstahl verhindert wurde. Das Wehr unterstützte diese Logistik. Die Flößerei endete mit dem Aufkommen der Remstalbahn (um 1861/62), danach transportierte man Holz per Karren und Bahn.
Die Haubersbronner Mühle (Wieslaufmühle):
Erstmals 1650 erwähnt. Sie war eine klassische Wassermühle (ursprünglich wohl Mahl- oder Sägemühle). Der Betrieb als traditionelle Mühle wurde 1993 aufgegeben. Heute betreibt die Familie Eberhard Degele (seit 1993 Pächter/Betreiber) einen Getreide- und Futtermittelhandel mit Mehl, Tiernahrung und Reitsportzubehör (Bruckgasse 25). Die Mühle liegt zentral in Haubersbronn an der Wieslauf.
Erstmals 1650 erwähnt. Sie war eine klassische Wassermühle (ursprünglich wohl Mahl- oder Sägemühle). Der Betrieb als traditionelle Mühle wurde 1993 aufgegeben. Heute betreibt die Familie Eberhard Degele (seit 1993 Pächter/Betreiber) einen Getreide- und Futtermittelhandel mit Mehl, Tiernahrung und Reitsportzubehör (Bruckgasse 25). Die Mühle liegt zentral in Haubersbronn an der Wieslauf.
Das Wehr staute Wasser für den Mühlenbetrieb (typisch für Wassermühlen). Es gibt auch einen offiziellen Pegel „Haubersbronn / Wieslauf“, der Wasserstände misst und bei Hochwasser relevant ist.
Hochwasser und Naturereignisse:
Die Wieslauf neigt zu starken Hochwassern (z. B. 2011 mit 3,12 m am Pegel Haubersbronn, nah am 100-jährlichen Wert; 2024 Extremhochwasser mit 5,03 m, das große Schäden in der Region verursachte. Das Wehr und die Mühle liegen in einem sensiblen Bereich mit Hochwasserdämmen.
Die Wieslauf neigt zu starken Hochwassern (z. B. 2011 mit 3,12 m am Pegel Haubersbronn, nah am 100-jährlichen Wert; 2024 Extremhochwasser mit 5,03 m, das große Schäden in der Region verursachte. Das Wehr und die Mühle liegen in einem sensiblen Bereich mit Hochwasserdämmen.