Die Lutzensägmühle ist ein kleiner Weiler der Stadt Murrhardt im Murrtal. Ursprünglich entstand der Ort aus einer wasserbetriebenen Sägemühle, deren Geschichte sich über mehr als 450 Jahre verfolgen lässt.
Die älteste bekannte Erwähnung stammt aus 1575/1576. In alten Quellen erscheint der Name als „Lauckenmühlin“. Der heutige Name dürfte entweder auf den Vornamen Ludwig (Lutz) oder auf eine Familie Lutz zurückgehen.
Die älteste bekannte Erwähnung stammt aus 1575/1576. In alten Quellen erscheint der Name als „Lauckenmühlin“. Der heutige Name dürfte entweder auf den Vornamen Ludwig (Lutz) oder auf eine Familie Lutz zurückgehen.
Im frühen 19. Jahrhundert bestand die Anlage aus:
einer wasserbetriebenen Sägemühle,
einem etwa 100 Meter langen Mühlkanal,
einem Wehr an der Murr zur Ableitung des Wassers.
einer wasserbetriebenen Sägemühle,
einem etwa 100 Meter langen Mühlkanal,
einem Wehr an der Murr zur Ableitung des Wassers.
Interessant ist, dass die Mühle damals keinem einzelnen Müller, sondern einer Gemeinschaft aus Bauern und Handwerkern gehörte – ein für kleinere Sägemühlen durchaus typisches Modell.
Die Wehranlage, das Herzstück der Mühle:
Das Wehr staute die Murr leicht an.
Über den Mühlkanal wurde Wasser auf das Wasserrad geleitet.
Nach der Nutzung floss das Wasser wieder zurück in die Murr.
Das Wehr staute die Murr leicht an.
Über den Mühlkanal wurde Wasser auf das Wasserrad geleitet.
Nach der Nutzung floss das Wasser wieder zurück in die Murr.
Die Technik entwickelte sich im Laufe der Zeit:
bis 1925 Wasserrad,
danach eine Schmidt-Turbine,
1949 Einbau einer leistungsfähigeren Francis-Turbine,
der Sägebetrieb endete 1980,
1988 wurde die Turbine wieder zur Stromerzeugung genutzt.
bis 1925 Wasserrad,
danach eine Schmidt-Turbine,
1949 Einbau einer leistungsfähigeren Francis-Turbine,
der Sägebetrieb endete 1980,
1988 wurde die Turbine wieder zur Stromerzeugung genutzt.
1919 erwarb die Familie Bunz die Mühle. Unter ihrer Leitung blieb der Sägebetrieb bis 1980 erhalten.