Eröffnung:
30. September 1896 zusammen mit der Güterumgehungsbahn Stuttgart-Untertürkheim–Kornwestheim („Schusterbahn“).
König Wilhelm II. von Württemberg war persönlich bei der Eröffnung anwesend.
Ursprünglicher Zweck:
Zwischenstation für Zugkreuzungen auf eingleisiger Strecke, vor allem Güterverkehr.
Das Gebäude ist ein klassischer württembergischer Einheitsbahnhof Typ IIIa mit Dienst- und Warteräumen im Erdgeschoss, zwei Wohnungen für Bahnbedienstete oben, kleinem südlichem Anbau und separatem Güterschuppen.

1926–2000:
Ausgangspunkt der elektrischen Industriebahn Münster–Cannstatt (erste normalspurige elektrische Güterbahn Württembergs), die viele Neckarvorstadt-Betriebe (z. B. Kraftwerk Münster, Norma/SKF, Werner & Pfleiderer) anband.

Ab 1933:
Elektrischer Personenverkehr („Schusterzügle“, „Daimlerzügle“).
1981:
Entpersonalisierung (kein Bahnhofsvorsteher mehr, ferngesteuert).
Heutiger Status (Stand 2026):
Denkmalgeschütztes Gebäude, aber stark verfallen – Fassade bröckelt, Fenster/Türen zugenagelt, Efeu und Pflanzen wuchern.
Personenverkehr findet nur noch sehr selten statt (werktags einzelne RB 11 in den Stoßzeiten durch DB Regio).
Der Bahnhof ist praktisch außer Betrieb als reguläre Station; Gleise dienen hauptsächlich Durchfahrten oder Abstellungen.

You may also like

Gipswerk Neckarzimmern
07/2025
Gipswerk Neckarzimmern Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird in der Umgebung von Haßmersheim, Hochhausen, Neckarzimmern und Obrigheim Gips abgebaut. Der Gips wurde und wird entweder direkt per Schiff und Bahn in die großen Industriezentren abtransportiert oder in Gipswerken weiterverarbeitet. Das Gipswerk in Neckarzimmern arbeitete bis zum Sommer 2016.
Amaryllis & HerzLicht
01/2026
Vom Waldfreibad zum Eisbad
01/2026
auch Freibäder verlieren ihre Freiheit ...
Bahnhofsgeschichten, rund ums Gäu mit der Panoramabahn
01/2026
Alter Bahnhof Hedelfingen - Hasenbergturm - Haltepunkt Wildpark -Club/Wildparkstüble - Heslacher Wasserfällen
Mühlen im Welzheimer Wald
06/2025
Heinlesmühle mit Hommelsgautsche, Brandhofer Sägmühle, Hundsberger Sägmühle, Voggenmühle, Menzlesmühle, Glattenzainbachmühle
Verlorenes in Klaffenbach
08/2024
Das alte Sägewerk in Klaffenbach, das sich direkt gegenüber dem Gasthaus Linde befindet, hat eine große historische Bedeutung für die Region. Dieses Gebiet, eingebettet in das malerische Wieslauftal, ist seit langem mit dem traditionellen Handwerk verbunden, einschließlich der Müllerei und der Holzverarbeitung, die für die lokale Wirtschaft entscheidend waren. Das Sägewerk spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der umliegenden Gemeinde, da es sowohl den landwirtschaftlichen Bedürfnissen als auch dem Bau der örtlichen Infrastruktur diente. Die Nähe des Sägewerks zum Gasthaus Linde deutet darauf hin, dass es ein Treffpunkt für Arbeiter und Reisende war und ein Zentrum der Aktivitäten in der Gegend darstellte. Heute ist die Region für ihre landschaftliche Schönheit und ihre historischen Sehenswürdigkeiten bekannt, wie die nahe gelegenen Viadukte und die historische Wieslauftalbahn, die zu ihrem Charme und historischen Interesse beitragen. Das Sägewerk ist zwar nicht mehr in Betrieb, bleibt aber ein Symbol für die industrielle Vergangenheit der Region.
Altes E-Werk im Wieslauftal
09/2009
Altes Elektrizitätswerk im Bannwald des Wieslauftal unterhalb der Laufenmühle
Marienwahl - Verlorenes Gestüt einer Prinzessin
01/2026
Die Pferdestall-Ruine Marienwahl bei Ludwigsburg • „1886 gebaut – 2026 fast vergessen“ • „Wo Prinzessin Paulines Pferde einst standen“ • „Morbides Licht in alten Stallbögen“ • „Graffiti über königlicher Geschichte“
Das Kuhloch
02/2026
„Kuhloch Nagold – der dunkle Tunnel unter den Gleisen, der mal Bunker war und heute Kult-Lost-Place ist. Gruselig, nass, legendär.“
Kurhaus Sand
07/2025
Gasthaus und Kurhaus Sand 1874–1994
Back to Top