Das alte Freibad im Krumbachtal auch Waldfreibad Krummbachtal genannt liegt in einem idyllischen Tal zwischen Gerlingen und Leonberg (Baden-Württemberg), auf Gerlinger Gemarkung, in der Nähe des Naturfreundehauses der Naturfreunde Weilimdorf/Stuttgart.
Geschichte und Betrieb:
Das Freibad wurde 1928 erbaut und betrieben von den Naturfreunden.
In seiner Blütezeit (bis in die 1980er/1990er Jahre) war es sehr beliebt: An schönen Sommerwochenenden kamen bis zu 5000 Besucher. Das Wasser galt als besonders kalt und erfrischend. Das Becken hat eine Größe von etwa 50 m × 18 m und wurde ursprünglich von Quellwasser gespeist. 
Schulklassen durften damals kostenfrei baden, wofür der Verein Rabatte auf die Liegewiesenpacht bekam.

Der Betrieb endete Anfang der 1990er Jahre, hauptsächlich weil eine Sanierung zu teuer gewesen wäre (neue Umwälztechnik).
Die Naturfreunde konnten die Kosten nicht stemmen, und es erfolgte eine behördliche Schließung.
Aktueller Zustand als Lost Place
Verlassen, überwuchert und vernachlässigt, aber mit einer "verwunschenen" Atmosphäre mitten im Wald.
Das Schwimmbecken bleibt aus statischen Gründen mit Wasser gefüllt (um die Struktur zu erhalten).
Darin schwimmen heute Goldfische, Kois und Karpfen – menschliches Baden ist streng verboten.

Der Zugang zum Becken ist gesperrt, die Infrastruktur (z. B. Umkleiden, Sprungbrett) verfallen.
Das angrenzende Naturfreundehaus mit Gastwirtschaft ist weiterhin ein Ausflugsziel, ergänzt durch Walderlebnispfad und Kugelbahn der Stadt Gerlingen.

You may also like

Altes E-Werk im Wieslauftal
09/2009
Altes Elektrizitätswerk im Bannwald des Wieslauftal unterhalb der Laufenmühle
Laufenmühle
04/2026
Reparaturarbeiten nach dem Hochwasser aus 2024 kurz vor Abschluss
Der alte Sandsteinunterstand
10/2022
Versteckter Sandstein-Unterstand im Nassachtal – "Vergessenes Waldgeheimnis“ oder „Lost Place: Der alte Sandsteinunterstand bei Nassach – Moos & Mystik bei Prevorst
Verlorenes in Klaffenbach
08/2024
Das alte Sägewerk in Klaffenbach, das sich direkt gegenüber dem Gasthaus Linde befindet, hat eine große historische Bedeutung für die Region. Dieses Gebiet, eingebettet in das malerische Wieslauftal, ist seit langem mit dem traditionellen Handwerk verbunden, einschließlich der Müllerei und der Holzverarbeitung, die für die lokale Wirtschaft entscheidend waren. Das Sägewerk spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der umliegenden Gemeinde, da es sowohl den landwirtschaftlichen Bedürfnissen als auch dem Bau der örtlichen Infrastruktur diente. Die Nähe des Sägewerks zum Gasthaus Linde deutet darauf hin, dass es ein Treffpunkt für Arbeiter und Reisende war und ein Zentrum der Aktivitäten in der Gegend darstellte. Heute ist die Region für ihre landschaftliche Schönheit und ihre historischen Sehenswürdigkeiten bekannt, wie die nahe gelegenen Viadukte und die historische Wieslauftalbahn, die zu ihrem Charme und historischen Interesse beitragen. Das Sägewerk ist zwar nicht mehr in Betrieb, bleibt aber ein Symbol für die industrielle Vergangenheit der Region.
Das Kuhloch
02/2026
„Kuhloch Nagold – der dunkle Tunnel unter den Gleisen, der mal Bunker war und heute Kult-Lost-Place ist. Gruselig, nass, legendär.“
FuSAn 724/725 „Bernhard“
11/2025
Drehfunkfeueranlage am Venusberg in Aidlingen
Kurhaus Sand
07/2025
Gasthaus und Kurhaus Sand 1874–1994
Alter BHf Muenster
02/2026
Der alte Bahnhof in Münster (s´Bahnhöfle) ist ein historisches Empfangsgebäude im Stuttgarter Stadtteil Münster am Neckar. Er gilt als typischer kleiner Vorort- und Güterbahnhof aus der Frühzeit der Eisenbahn im Raum Stuttgart und steht heute weitgehend leer und verwahrlost da
Mühlen im Welzheimer Wald
06/2025
Heinlesmühle mit Hommelsgautsche, Brandhofer Sägmühle, Hundsberger Sägmühle, Voggenmühle, Menzlesmühle, Glattenzainbachmühle Klingenmühle
Konrad Hornschuch AG
08/2024
Back to Top