Solarpark Pfaffenklinge – die Energiewende hat viele Gewinner.
Oder?
Rund 9 Hektar Fläche, 11,6 MWp Photovoltaikleistung, 18.300 Module und ein Batteriespeicher mit etwa 20 MWh –
der Solarpark Pfaffenklinge in Unterweissach soll jährlich rund 12,7 Millionen kWh Strom erzeugen.
Klingt nach Zukunft. Klingt nach Klimaschutz. Klingt nach „grün“.
Und wer bezahlt das alles?
Natürlich nicht der Himmel – obwohl die Sonne freundlicherweise kostenlos scheint.
Die Rechnung der Energiewende landet letztlich zu großen Teilen beim Stromkunden und Steuerzahler:
über Strompreise, Abgaben, staatliche Fördermechanismen und öffentliche Infrastruktur.
Während der Bürger also fleißig die Energiewende mitfinanziert, darf sich der private Investor über die wirtschaftlichen Erträge des Projekts freuen.
Das ist das charmante Prinzip:
Der Bürger trägt einen erheblichen Teil der Kosten und Risiken des Systems – der Investor bekommt die Rendite. Nachhaltig ist das allemal. Nur eben möglicherweise vor allem für die Rendite.
Und selbstverständlich wird das Ganze mit beeindruckenden Zahlen präsentiert:
Strom für tausende Haushalte, tausende Tonnen CO₂-Einsparung und modernste Speichertechnik.
Die entscheidende Frage bleibt jedoch:
Wie viel kostet die Energiewende den Bürger – und wie viel davon kommt tatsächlich beim Bürger an?
Denn „erneuerbar“ bedeutet nicht automatisch „kostenlos“.
Und „öffentlich gefördert“ bedeutet noch lange nicht „öffentlich verdient“.
Die Sonne liefert die Energie.
Der Bürger liefert das Geld.
Und wer kassiert am Ende die Rendite?
Genau diese Frage sollte bei jeder Präsentation über neue Solarparks genauso groß geschrieben werden wie die installierte Leistung.

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